Roland JV-1010 und SR-JV80-08 "Keyboards of the 60s and 70s"

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Hallo Freunde,

kürzlich habe mich mir aus Verkaufserlösen einen gebrauchten Roland JV-1010 besorgt, der zu meiner großen Überraschung die (offenbar recht begehrte) "Keyboards of the 60s and 70s"-Erweiterungskarte eingebaut hat.

Die idee dahinter sind die vielen "kleinen Gigs", die ich mittlerweile fast ausschließlich mit meinem Nord Electro 2 spiele, um mir Platz und Schlepperei zu sparen. Das Problem dabei ist das miese Akustikpiano des NE2 – und Dinnerjazz ohne vernünftiges Klavier ist ja irgendwie nix :roll: Mein Roland RD-150 hat trotz seiner 10 Jahre einen guten Klaviersound, ist mir aber meistens zu schwer und zu sperrig, außerdem sind die verbauten E-Pianos allesamt schlecht. Mit zwei Keyboards spiele ich bei solchen Gigs nicht so gern, weil es nochmals mehr Platz und Schleppen bedeutet, aber vor allem weil die Ergonomie leidet und mir das lange Rumsitzen eh schon reicht :lol:

Als Ergänzung mit gutem Akustikpiano für den Nord fiel mir daher der JV-1010 ein. Es hat sich gelohnt: Schon die Pianos aus dem regulären JV-Speicher sind ganz vernünftig, noch ein wenig besser sind die aus der werksseitig verbauten "Session"-Erweiterung. Natürlich können sie mit modernerer Konkurrenz oder gar Software nicht mithalten, aber da ich die gleichen bzw. sehr ähnliche Sounds im RD-150 habe, weiß ich, dass sie sich gut und musikalisch in den Gesamtklang einfügen und für meine Ohren vollkommen ausreichen. Zum NE2 ist der JV also eine gute und günstige Erweiterung, umso mehr, da noch eine Tonne anderer Sounds mitkommt, so dass man auch mal ein Pad o.ä. verwenden kann.

Auf die "60s and 70s"-Karte war ich natürlich gewaltig gespannt. Neben vielen teils recht guten Orgeln sind auch ein paar klassische Pianos wie Rhodes, Wurlitzer, Pianet und Clavinet vorhanden. Wer einen NE2 gewohnt ist und die Originale kennt, merkt allerdings, wie schnell die Zeit vergeht: Gegen einen Nord sehen die Roland-Patches kein Land. Digitale Artifakte, seltsame Rauschanteile und völlig unnatürliche Ausklangphasen lassen die Karte über Kopfhörer ziemlich veraltet klingen. Trotz der hörbaren Ähnlichkeit zum RD-150 klingen die Patches der Karte allerdings deutlich besser und musikalischer.
Über einen kleinen Röhrenamp gespielt, sieht es nochmals besser aus, so dass man einige der Sounds im Zusammenspiel vielleicht ganz gut verwenden kann. Beim nächsten "kleinen Gig" muss ich das mal ausprobieren – vielleicht ist der JV auch in dieser Hinsicht eine zumindest passable Ergänzung.

Nun bin ich noch auf der Suche nach einem Rechner-Editor für den JV – mal sehen, was sich da so findet.

Ein frohes Fest euch allen und...
 
Eigenschaft
 
Hallo Andi,

deine Erkenntnisse decken sich absolut mit meiner zur Keyboards of the 60s-70s Card.
Hab sie mal in der Bucht ersteigert, war natürlich auf die Orgelsounds gespannt.
Über den Kopfhörer war ich im ersten Augenblick überrascht bzgl der Vielfalt. Das mit den Rauschfahnen habe ich auch gleich gehört.
Bei der ersten Probe hab ich festgestellt, dass sie -Null- durchsetzungskraft haben.
Die E-Pianos dagegen erscheinen mir besser, die kann man nutzen.
Dachte dann auch, 140,- n den Sand gesetzt, aber es gibt Schlimmeres. Die Session Card habe ich übrigens auch.
Ist wohl Standard, hab eine XP80. ;)

Als Editor Programm habe ich damals ChangIT von Jürgen Moßgraber als kostenlosen Download gefunden. Das Teil ist brauchbar,
und funktioniert. Musst mal googeln, gibt es noch!

Gruß Michael
 
Hallo Michael,
im Zusammenspiel habe ich die Orgeln noch nicht probiert – aber wozu auch, wenn ich die Nords habe. Der Electro klingt nicht immer besonders schön, aber Probleme mit der Durchsetzung hat der keine, im Gegenteil! ;)

ChangeIt muss ich mal ansehen. Danke für den Tipp!
 
wenn ihr zwei auf "digitale Rauschfahnen" steht, dann kann ich Euch, kostenlos versteht sich, noch ein Roland U110 (mit drei Karten) anbieten. War damals (1988) auch mal ein schickes Teil und da das noch 8 Bit Samples verwendet, ist die Rauschfahne schön ausgeprägt.

Weiterhin frohe Weihnachten - wir sind total eingeschneit.

Gruss Helmut
 
Hallo Andreas,

was mich sehr wundert ist, dass Du den NE2 für alleinige Piano-sounds benutzt, nicht wegen des klangs sondern wegen der Tastatur. Also ich komme mit der ganr nicht zurecht, was das Spielen der Piani oder Epianos angeht aber vielleicht liegt das ja auch an mir. Die E-/Pianos steuere ich meist über 'ne externe Tastatur an. Ich würde den NE2 nur ungern als einzige Tastatur benutzen, außer natürlich als Orgel.
Gruß
Volker
 
Von "auf digitale Rauschfahnen stehen" hat aber keiner was gesagt, Helmut! :) :p Wir tolerieren die in gewissen Grenzen – das ist alles :roll:

Aber du hast schon recht: Aktuell sind die JVs (und XPs) nicht mehr. Angesichts des moderaten Gebrauchtpreises (bei dem in meinem Fall sogar die "60s and 70s"-Karte inbegriffen war) finde ich den Gebrauchswert aber durchaus vernünftig. Zum Kurzweil Micropiano, das ich vorher hatte und das ähnlich wie der 1010 gehandelt wird, kein Vergleich in Quantität und Qualität!

Einen schönen 2. Feiertag und...

... Moment!
Volkers Beitrag kam während ich das oben getippt habe.
Ja, du hast völlig Recht, wenn du dich wunderst. Aus spielerischer Sicht ist das auch ein großer Kompromiss, den ich nur eingehe, weil (1) der Platz oft lächerlich knapp ist, (2) ich für Dinnerjazz extrem schleppfaul bin, auch weil ich mit dem Orgelsetup & eventuellem Zubehör sonst ganz gut beschäftigt bin, (3) weil ich das Spielen mit 2 Keyboards übereinander bei längeren Rumsitzgigs als extrem unergonomisch und rückenfeindlich empfinde - und natürlich (4) weil man sich an alles gewöhnt, auch an die Electro-Tastatur zum Klavierspielen.

;)

So, jetzt wünsche ich einen schönen 2. Feiertag!
 

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