das ultimative Killerbiest

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doc-harry
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Hallo Freunde,

ja, es gibt ihn tatsächlich - den ultimativen Killersound.

Um gleich damit rauszurücken: es geht hier nicht um ein wahnsinniges, neues Effektgerät oder um den ultimativen Verstärker, sondern um eine Anekdote, die ich am Wochenende erlebt habe.

Was war passiert? Ein Freund rief mich an und bat um meine Hilfe, weil er innerhalb kürzester Zeit zum dritten Mal hintereinander die Hochtöner seiner beiden Laustprecher abgeschossen hatte ohne sich irgendeiner Schuld bewusst zu sein.

Also bauten wir die Anlage auf und versuchten herauszufinden, was los ist. Leider alles ohne richtigen Erfolg. Alles schien völlig normal.
Nur eine Sache machte uns schließlich stutzig: im selben Moment als er seinen Kleimixer für die Keyboards in die Signalkette nahm, suchte der Familienhund laut jaulend das Weite. Das kam uns verdächtig vor.
Also nahm ich den Craaft-Mixer mit nach Hause in die Werkstatt. Am Oszilloskop zeigte sich dann schnell die Wahrheit:

killerbiest.jpg


Was war da los? Offenbar hatte irgendein Teil der Schaltung zu schwingen begonnen und produzierte auf beiden Summenkanälen eine saubere Dreieckschwingung mit einer Frequenz von ca. 32KHz und einer Amplitude von immerhin 3 V.
Das erklärte nun einiges. Diese Frequenz ist für Menschen nicht hörbar, sehr wohl aber für Hunde und bei der doch beachtlichen Amplitude werden die Hcohtöner mit Volldampf angesteuert.
Die Ursache war dann auch schnell gefunden: ein Widerstand war hochohmig geworden und sorgte damit für das Schwingen eines Operationsvertärkers.


Viele Grüße,
Harald
 
Eigenschaft
 
Hallo Harald,

na ich hoffe, der Familienhund wurde angemessen belohnt für seine Hilfe :)
Aber da sieht man mal, was kleine Fehler alles bewirken können...
 
Hallo Harald,

auch eine Geschichte mit hohen Tönen, denn die List und die Last mit der TEST-CD hat meinem Kollegen die
Hochtöner in seinen wertvollen Bose-Boxen das Leben gekostet.

Es ist schon eine Weile her. Die CD-Player gab es schon.

Mein Kollege hatte erfahren, daß ich eine TEST-CD besitze mit der man Verstärker, Latsprecher usw. und sogar das eigene Gehör testen kann. - u.a. erzeugte die TEST-CD Frequenzen von 20 Hz bis 20 kHz von jeweils
20 sec. Länge - Ich habe sie Bernd geliehen. Am nächsten Tag kam er mit ganz langem Gesicht. Was war passiert?

Bern hatte beim Beginn seiner Hörgrenze seinen High-End Audio-Verstärker immer mehr aufgedreht bis ein kurzes helles tzisch dem Testen ein Ende machte. Die Hochtöner waren zerstört! Der Verstärker hat den Test bestanden!

Er hat sich daraufhin Focal-Lautsprecher zugelegt, war sehr zufrieden mit den Boxen und hat nie wieder einen Audiotest in dieser Art durchgeführt.

Gruß

Ulrich
 
Hallo Harald!

Na, das is ja mal ne Story. Kleine Ursache, große (und wohl auch teure und zernervende) Wirkung... Hauptsache der Verstärker hat nix abbekommen.

@ Ulrich: Da fällt mir auch eine Story dazu ein. Es gibt doch solche Bass-Test-CDs speziell für den Kfz-Tuning-Bereich. Ein Bekannter von mir war nach Einbau seines neuen Subwoofers im Auto so sehr von der Leistungsfähigkeit der Anlage überzeugt, dass er kurzerhand eine Bass-Test CD laufen lies, die Frequenzen von 5(!) Hz bei mörderischen Amplituden durch den Sub schickte. Als ich ihn wenig später nochmal danach fragte, meinte er nur, dass er mittlerweile schon wieder einen neuen Sub verbaut hätte (den Grund dafür wollte er mir nicht verraten... :) )

Grüße
Martin
 
Hallo,

zu dem Thema habe ich auch noch eine Anekdote. Im Alter von 25 Jahren habe ich in einem HiFi-Laden gearbeitet. Da kam ein Kunde mit einem Paar Thorens Lautsprecherboxen, bei dem beide Hochtöner durchgebrannt waren. Schwingspule blau angelaufen, also Überlastung. Der Kunde schwor aber, daß er keine Partys feiere und überhaupt nicht laut höre. Daraufhin baten wir den Kunden, auch die restlichen Komponenten seiner HiFi-Anlage vorbei zu bringen. Als wir dann an dem billig UKW-Tuner von Monacor einen Stereo-Sender eingestellt hatten, konnten wir den Fehler hören (über Kopfhörer). Der Tuner hatte keine Stereo-Pilotton-Unterdrückung, das ist ein 19kHz Sinuston, den wir nur hören konnten, weil wir noch jung waren. Die "Nenn-" oder Dauer- Belastbarkeit eines HiFi-Kalottenhochtöners liegt bei unter 1 Watt. Es gibt keine "Sinus-" Belastbarkeit bei Lautsprechern, weil die Dauerbelastbarkeit mit Rauschen und nicht mit Sinustönen ermittelt wird.

MfG, bitbrain2101
 

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